Wissenschaft im Fokus
CEDUR ist auch eine Plattform für klinische und translational ausgerichtete Forschung. Anhand von prospektiven Verlaufsdaten, PRO-Erhebungen und Sicherheitsmeldungen sind differenzierte Analysen zu Therapieeffektivität und Krankheitsverlauf möglich.
Die Daten werden nach einem festgelegten Freigabeverfahren ausgewertet. Dafür kommen durch wissenschaftliche Kooperationen mit universitären Einrichtungen moderne Analysemethoden, wie multivariate Modelle zum Einsatz.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Evaluation neuer Therapiekonzepte. So können beispielsweise Wirkstoffwechsel in der Routineversorgung, Kombinationstherapien oder das Auftreten spezifischer Nebenwirkungen realitätsnah abgebildet werden. Darüber hinaus entstehen durch CEDUR Grundlagen für gesundheitsökonomische Studien, zum Beispiel zu Arbeitsunfähigkeit, indirekten Kosten oder Kosteneffizienz moderner Therapien. Die Datenmenge ermöglicht auch registerübergreifende Kooperationen, etwa mit europäischen CED-Registern, um Fragen der Versorgungsforschung international vergleichend zu analysieren.
Endpunkte der Beobachtungsstudie
Primäre Endpunkte
Erfassung und Verbesserung der Versorgungsqualität für CED-Patienten. Mit folgenden Parameter:
- CDAI (Crohn's Disease Activity Index)
- Mayo-Score / partieller Mayo-Score (Colitis ulcerosa)
- SES-CD-Score (Simple Endoscopic Score for Crohn's Disease)
- sIBDQ (Short Inflammatory Bowel Disease Quality of Life)
- Bowel urgency Skala (Lilly)
- FACIT-F (Functional Assessment of Chronic Illness Therapy – Fatigue)
- PROMIS-10 (Patient Related Outcome Measure Information System – 10-item)
Visitenfrequenz gemäß klinischer Praxis (ca. alle 3 Monate)

Sekundäre Endpunkte
Langzeitwirksamkeit der Behandlung mit CED-Therapien, z. B. Therapietreue, Wirksamkeit/Nebenwirkungen der Behandlung bzw. -kombinationen, erreichter Krankheitsaktivitätsgrad
- Bewertung der Inzidenz und Prävalenz von IBD
- Reale Behandlungskosten / pharmakoökonomische Kosten
